Das verletzte innere Kind, kommt meistens dann heraus wenn etwas passiert. Ein Anruf der ist spät kommt, ein kühler Tonfall, ein anderes Verhalten. Und Schwups zeigt sich hier etwas, das alle Register zieht.
Aufeinmal ist der Gedanke da: „WAS habe ich habe etwas falsch gemacht? Liegt´s an mir?“.
Der Kopf fängt an zu rattern und bis du merkst, was hier geschieht. Zeigt sich das kleine Kind, das machmal traurig, enttäuscht oder auch wütend ist. Weil es nicht weiß, wieso jemand so nachlässig einem gegenüber ist. Vielleicht ist es auch übertrieben. Aber das Gefühl bleibt, das hier etwas ist.
Es kommt selten aus der Gegenwart, aber es ist ein verletztes Anteil der Kindheit, der sich da meldet.
Viele tragen dieses Kind noch in sich: den Teil, der früher Einsamkeit, Ablehnung oder Zurückweisung erlebt hat.
Was damals nicht heilen konnte, ist heute noch aktiv. In Gefühlen, in einem Muster manchmal auch in Angst, Rückzug. Das einfach wehtut, weil es nicht gesehen wurde.
Wir fahren dann oft wie mit angezogener Handbremse durchs Leben und merken selbst nicht, dass alte Verletzungen noch im System lunterbewusst mitlaufen.
13 Anzeichen, dass dein inneres Kind noch Aufmerksamkeit braucht.
1. Du hast übermäßig Angst, abgelehnt zu werden Etwas
Die Angst etwas falsch zu machen. Oft schon eine gewisse Distanz eines anderen Menschen reicht schon aus, um dieses Gefühl wieder wachwerden zu lassen. Dabei ist da oft nichts falsch. Nur eine alte Wunde, die sofort anspringt.
2. Du fühlst dich schnell verantwortlich für die Gefühle anderer
Du scannst ständig Stimmungen, checkst dein Gegenüber, zweifelst an dir.
Ist jemand sauer? Bin ich schuld?
Muss ich das wieder geraderücken?
Du hast früh gelernt, Harmonie zu sichern, um Liebe nicht zu verlieren.
3. Du hast Schuldgefühle, wenn du Grenzen setzt
Du würdest gern Nein sagen.
Aber es fühlt sich so schwer an, dass du es lieber lässt.
Als würdest du jemanden verletzen.
Als wärst du damit schlecht.
Dabei schützt du nur dich selbst.
Ein verletztes inneres Kind verwechselt Grenzen oft mit Liebesverlust.

4. Du suchst Anerkennung, obwohl du so viel gibst Egal wie viel du leistest, es fühlt sich nie ganz genug an. Dahinter steckt oft ein alter Satz: Ich muss etwas tun, um liebenswert zu sein. Das macht müde. Und irgendwann lässt es dich resignieren.
5. Kritik trifft dich unverhältnismäßig hart Jemand sagt dir, dass ihm etwas nicht gefällt. Und du nimmst es sofort persönlich. Ich hab’s falsch gemacht. Ich kann es nie richtig machen. Und plötzlich fühlst du dich wieder klein.
6. Du ziehst Menschen an, die emotional nicht verfügbar sind Du willst Nähe. Du willst eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Und landest doch wieder bei Menschen, die auf Distanz bleiben. Warum? Weil Vertrautes sich oft sicherer anfühlt als Gesundes. Unbequem, aber es lohnt sich, genau hinzuschauen.
7. Du fühlst dich oft einsam, auch mit Menschen Du bist mit Freunden unterwegs, und trotzdem fühlst du diese innere Leere. Sie kommt nicht von den Menschen um dich. Sie kommt von einem Teil in dir, der sich nie wirklich gesehen fühlte.
8. Du reagierst stark auf Zurückweisung oder Streit Manche Konflikte wirken wie ein Erdbeben. Nach einem Streit kannst du nicht mehr schlafen, drehst wochenlang dieselben Gedanken. Und zweifelst an dir, weil du glaubst, du wärst zu viel. Das ist oft ein altes Nervensystem-Thema, keine Charakterschwäche.
9. Du machst dich klein, bevor jemand dich kleinmachen könnte Du nimmst dich zurück. Stellst deine Wünsche hintenan. Sagst lieber nichts. Nicht, weil du nichts zu sagen hast. Weil irgendwo gespeichert ist: Zu viel zu wollen, ist nicht sicher.
10. Du funktionierst ständig und spürst dich kaum Du regelst, erledigst, hältst durch, auch wenn die Energie längst leer ist. Du lebst im Funktionsmodus statt wirklich am Leben teilzunehmen. Das nennen viele Disziplin. Oft ist es Überlebensmodus. Ein inneres Kind, das nie entspannen durfte, kennt nur Leistung.

11. Nähe macht dir Angst, und Distanz auch
Ein klassisches inneres Dilemma:
Du willst endlich jemandem vertrauen können.
Und sobald dieser Mensch wirklich da ist, wird es dir zu eng. Du hast das Gefühl nur noch zu flüchten
12. Du tröstest alle, aber dich selbst kaum
Du bist der Fels in der Brandung. Immer für alle da, wenn andere Kummer haben. Aber für dich selbst bleibt weder Raum noch Kraft, dich mal an erste Stelle zu setzen.
Weil dein Kind damals in der Familie keinen Stellenwert hatte.
13. Du spürst tief drin eine alte Traurigkeit ohne klaren Grund
Manchmal kommt es wie aus dem Nichts.
Mitten im Alltag könntest du einfach nur noch heulen, ohne zu wissen, woher das kommt.
Manchmal hat es auch nichts mit dem aktuellen Moment zu tun.
Meistens mit einem unerfüllten Bedürfnis das damals nicht gestillt wurde.

Was diese Anzeichen dir sagen wollen
Vielleicht ist das hier ein Weckruf: Vieles in dir konnte bisher nicht heilen, wurde vielleicht auch gedeckelt. Das du nicht die Möglichkeit hattest, es auszusprechen, da keiner dir zuhörte.
Oft werde alte Wunden mit anderen Geschichten überschrieben. Indem man sich auch manchmal die Welt schön redete um ja nicht zu fühlen, das dieses Gefühl auch gesehen werden sollte .
KLEINE ÜBUNG für dich:
Spür kurz hinein:
- Welcher Teil in mir will gesehen werden?
- Was braucht mein inneres Kind gerade?
- Was würde mir genau jetzt guttun?
Wenn du dich an deine Kindheit kaum erinnerst
Vielleicht kannst Du dich kaum an deine Kindheit erinnern?
Das ist nicht ungewöhnlich.
Oft spalten wir Anteile unserer Vergangenheit ab, weil sie zu schmerzhaft waren.
Ein Schutz, damit du es nicht mehr fühlen musst.
Für deinen Kopf sind diese Erinnerungen dann nicht mehr greifbar.
Dein Körper, bis in jede Zelle, hat sie trotzdem gespeichert.
Deshalb: Hör auf dich. Jedes Anzeichen sagt dir mehr.
Frag dich immer wieder: Was reagiert da gerade wirklich in mir?
Dein Körper lügt nie
Dein Körper ist der ehrlichste Kompass.
In diesem 21 seitigen e-book erfährst du, wie er dir unterdrückte Emotionen zeigt.
Selbsttest mit leichten Übungen

Was sich verändern kann, wenn alte Verletzungen gesehen werden
Du hörst auf, das Verhalten von Menschen immer auf dich beziehen zu wollen. Du gehst leichter mit Menschen um, die selbst im Schmerz sind ohne das du dich dafür verantwortlich fühlen musst.
Du erkennst immer mehr Zusammenhänge, ohne sie zu deinem eigenen zu machen. Du kannst leichter in Beziehungen auch mal NEIN sagen ohne dich dafür fertigzumachen.
Und Stück für Stück löst sich dieses Gefühl, mit angezogener Handbremse durchs Leben zu fahren. Meistens verändert sich mehr, wenn du die Wurzel verstehst, nicht nur das Symptom.
Kurz gesagt
Dein verletztes inneres Kind heilt immer mehr durch Erkenntnisse und Aufmerksamkeit, indem du alte Muster siehst und sie dadurch heilen dürfen.
Du möchtest mehr zum Thema wissen, dann kannst du hier tiefer einsteigen: Dieses Buch hat mir selbst noch mal viel dazu gezeigt.
Wenn du verstehen willst, warum ausgerechnet diese Familie zu dir gehört: Warum sich die Seele diese Familie aussucht.
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