Der Vagusnerv – die Verbindung zwischen Kopf und Körper
Wenn du ständig unter Strom bist?
Deine Gedanken ständig weiterlaufen, ohne das du sie irgendwie stoppen kannst.
Das Kiefer ständig angespannt ist.
Dann lohnt sich ein Blick auf den Teil des Nervensystems zu schauen, der dabei eine wichtige Rolle spielt: der Vagusnerv.
Der Vagusnerv – dein Ruhe- und Selbstheilungsnerv
Der Vagusnerv wird häufig auch „Ruhenerv“ oder „Selbstheilungsnerv“ genannt. Damit ist seine wichtige Rolle im parasympathischen Nervensystem gemeint: Er unterstützt den Körper dabei, aus Anspannung wieder in einen Zustand von Ruhe und Regeneration zu kommen.
Wenn dein Körper ständig im Funktions- und Stressmodus ist, bekommt diese Erholung weniger Raum.
Deshalb sind kleine, regelmäßige Übungen so wertvoll. Sie geben deinem Körper immer wieder das Signal:
Du darfst loslassen. Du darfst zur Ruhe kommen.
Was ist der Vagusnerv?
Der Vagusnerv ist der 10. Hirnnerv und gleichzeitig einer der längsten Nerven unseres Körpers.
Er beginnt im Bereich des Hirnstamms und zieht durch den Hals weiter in den Brust- und Bauchraum. Dabei steht er unter anderem mit Herz, Lunge und Verdauungssystem in Verbindung.
Er ist ein wichtiger Bestandteil des parasympathischen Nervensystems – also des Teils, der deinem Körper hilft, herunterzufahren und zu regenerieren.
Vereinfacht gesagt:
Anspannung – funktionieren – weitermachen.
Doch dein Körper braucht auch:
Ruhe – Regeneration – loslassen.
Der Vagusnerv ist an diesem Wechsel beteiligt.
Wenn das nicht gewährleistet ist, bist du ständig am tun, auch in Regenerationsphasen hast du das Gefühl du kannst nicht wirklich entspannen.

Was hat das mit Spiritualität zu tun?
Der Vagusnerv selbst ist nichts Spirituelles. Er gehört zur Anatomie unseres Körpers.
Aber die Verbindung zu dir selbst kann genau hier beginnen.
Denn wenn du ständig im Kopf bist, überhörst du leicht die Signale deines Körpers.
Bewusste Körperwahrnehmung kann dir helfen, wieder innezuhalten und wahrzunehmen:
Was passiert gerade wirklich in mir?
Denn dein Körper kann dir Hinweise geben, wie es dir gerade geht und wo du besser wieder darauf hören solltest.
Warum Übungen so wichtig sind
Eine einzelne Übung reicht nicht aus, um dein Nervensystem dauerhaft zu verändern.
Entscheidend ist die Regelmäßigkeit.
Schon kleine Momente, in denen du bewusst innehältst, atmest und deinen Körper wahrnimmst, können dir helfen, aus dem reinen Funktionieren herauszukommen.
Es geht nicht darum, deinen Körper zu kontrollieren.
Es geht darum, wieder auf ihn zu hören.
Eine kleine Übung für zwischendurch
Setz dich bequem hin und schließe für einen Moment die Augen.
Atme langsam durch die Nase ein.
Und noch etwas langsamer wieder aus.
Mach das für etwa 1–2 Minuten.
Währenddessen beobachte einfach, was in deinem Körper passiert.
Wird dein Atem ruhiger?
Lässt die Anspannung ein wenig nach?
Du musst nichts erzwingen. Nimm einfach wahr.
Genau darum geht es: deinem Körper regelmäßig einen Moment der Aufmerksamkeit zu schenken.
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